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160 Jahre BERNHARD

Vom Dachdecker mit Handwagen zur Spezialistin der Gebäudehülle
Seit 160 Jahren ist BERNHARD erfolgreich am Markt tätig. So lange zu bestehen, ist keine Selbstverständlichkeit – es ist das Zeichen für Qualität und eine Leistung, auf die man stolz sein darf. Bis heute ist das Traditionsunternehmen familiengeführt – mittlerweile in fünfter Generation. Mit Markus und Peter Bernhard leiten heute die Ururenkel des Firmengründers Christian ihre Betriebe in Langenthal und Utzenstorf.

Mit Markus Bernhard (*1959) wurde der Stammhalter der fünften Generation geboren. Entsprechend gross war die Freude bei Eltern und Grosseltern. Nach dem Schulaustritt absolvierte Markus die Dachdeckerlehre in Hasle-Rüegsau. Um sich gründlich auf die Betriebsübernahme vorzubereiten, ging er anschliessend nach Montreux für die Zweitausbildung zum Spengler. 1985 trat er im Alter von 26 Jahren in den Betrieb Langenthal ein. Die ersten Jahre galten neben der Arbeit im Betrieb dem Aufbau von Beziehungen...

Peter Bernhard (*1961) liess sich in Bolligen bei Bern zum Dachdecker ausbilden und bestand die Abschlussprüfung mit der Jahresbestnote. Anschliessend trat er in den elterlichen Betrieb in Utzenstorf ein. Erste Erfahrungen in der Geschäftsführung machte er 1983 anlässlich einer längeren Brasilienreise seiner Eltern. Er leitete den Betrieb mit 15 Angestellten, bevor er 1985 die Polierprüfung und 1989 die Dachdeckermeisterprüfung absolvierte…

Fritz Bernhard jun. (*1933) ist als Einzelkind aufgewachsen und kam früh mit dem Dachdeckerberuf in Verbindung. Sein erstes Sackgeld verdiente er beim Holzschindelnmachen. Er liess sich in Biel zum Dachdecker ausbilden und kehrte anschliessend in den väterlichen Betrieb zurück. Die weitere Ausbildung erfolgte unter der Leitung des strengen Vaters – Fritz wurde nicht geschont. Eine Hüftgelenkoperation mit achtwöchigem Spitalaufenthalt stellte 1956 die berufliche Zukunft in Frage…

Die Weltkriegsjahre 1914–1918 und 1939–1945 brachten mit wirtschaftlicher und finanzieller Not viele Sorgen in die Familien von Utzenstorf. Um den elterlichen Tisch zu entlasten, musste sich Fritz Bernhard sen. (1906–1988) ab drittem Schuljahr bei einem Landwirt verdingen. Nach dem Schulaustritt absolvierte er als Erster der Familie Bernhard eine 2½-jährige Berufslehre. Danach war er als Geselle einige Monate in Wohlen AG sowie...

Friedrich Bernhard (1866–1958) fand ebenfalls Freude am  Dachdeckerberuf, welcher neben handwerklichem Können auch ein Mass an körperlicher Kondition und Schwindelfreiheit verlangte, denn es wurde auf freiem Dach gearbeitet, ohne Sicherung durch ein Gerüst. Vor dem Arbeitsbeginn auf dem Dach wurde jeweils gegrast und wurden die zwei Kühe gemolken. Dann folgte der Fussmarsch mit dem Handkarren auf die Baustelle, oft bis nach Solothurn…

Ob sich Christian Bernhard (1838–1925) im Jahr 1853 aus Not oder vom Willen zur Selbstständigkeit beseelt entschliesst, Schindeln zu fabrizieren, sei dahingestellt. Den Dachdecker im heutigen Sinn gab es damals noch nicht. Die Hauseigentümer, meist Bauern, flickten die Hausdächer selber oder nahmen jemanden «uf d Stör». Nun, Christian scheint ein initiativer und mutiger junger Mann gewesen zu sein und galt bald einmal als einer, der es verstand, Ziegel und Schindeln zu ersetzen, die Dächer dicht zu machen…